Pfitsch in Südtirol

Die Gemeinde umfasst die beiden im Jahre 1931 im Rahmen einer Verwaltungsreform zusammengeschlossenen Gemeinden Wiesen und Pfitsch.

Die amtliche Bezeichnung der Gemeinde „Pfitsch“ ist deshalb eher etwas unglücklich gewählt: landläufig, somit inoffiziell, nennt man diese Verwaltungseinheit meist „Gemeinde Wiesen-Pfitsch“.

Mit 142 km² liegt diese Gemeinde eher im Vorfeld und mit 2745 Einwohner (am 31. Dezember 2008) im guten Mittelfeld der Südtiroler Gemeinden. Seit 2000 ist Dr. Johann Frei der Bürgermeister.

Die Gemeindeabgrenzung gegenüber der Stadt Sterzing wird vom Eisack gebildet: der Bahnhof Sterzing gehört bereits zur Gemeinde Pfitsch.

Geographisch schiebt sich das zirka 30 km lange Tal zwischen dem Tuxer Kamm im Norden und den Pfunderer Bergen im Süden tief in die Zillertaler Alpen. Mit dem Hochfeiler (3510 m) gehört die höchste Erhebung der Zillertaler zu Pfitsch.

Das Pfitscherjoch mit einer Seehöhe von 2254 m erlaubte einen gut begehbaren Übergang ins Zillertal (nur im Sommer). Bis 1919 reichte die Gemeindegrenze bis zum Breitlahner und umfasste das heutige Gebiet der Gemeinde Finkenberg mit dem Schlegeisgrund. So erklärt es sich auch, dass einige Almen um den heutigen Schlegeis-Speicher den Pfitscher Bauern gehören.

Die Gemeinde teilt sich in drei Fraktionen: Wiesen, Außerpfitsch oder Kematen und Innerpfitsch oder St. Jakob. Diese sind zugleich auch selbständige Pfarreien, inzwischen ist aber ein einziger Pfarrer für die Pfarreien zum Hl. Kreuz/Wiesen, St. Nikolaus/Kematen und St. Jakob dem Älteren in Innerpfitsch/St. Jakob zuständig.

Besondere Sehenswürdigkeiten sind, die Kirchen und Kapellen im gesamten Gemeindegebiet, der Ansitz Schloß Moos, derzeit Altenheim, die Biotope, wie z.B. Riederau, Sanderau, Grafau, Putzerbödenmöser, die Naturdenkmäler, wie z.B. Schlossau, Tropfsteinquelle im Burgumertal, Burgumerau, Wasserfall des Unterbergbaches, Bergseen am Pfitscherjoch, Gliedergang, Mühlbachau, Maisslbachfälle.

Im Pfitscher Hochtal verläuft eine zirka 25 km lange Loipe, die im Frühwinter von Sportgruppen für Trainingslager genutzt wird. Durch die Schaffung der Sportanlage Gruberbrücke wurde für diese landschaftlich reizvolle Loipe der notwendige Ausgangspunkt geschaffen.

Der Sommertourismus wird durch 4 Schutzhütten (Europahütte, Pfitscherjochhaus, Hochfeilerhütte und Sterzingerhütte – letztere derzeit nicht bewirtschaftet) unterstützt. Für den sanften Tourismus spricht das relativ ruhige und wenig erschlossene Tal mit seinen ausgedehnten Tal- und Bergwanderwegen bis hin zu Hochgebirgstouren auf den Eiswänden am Hochferner und Hochfeiler. Beliebt sind auch die neu angelegten Nordic Walking Strecken in Wiesen und im Pfitscher Hochtal.

Die Gemeinde ist dem Tourismusverein Sterzing angeschlossen.

Erwerbsmäßig sind alle Sektoren vertreten, und zwar:
217 landwirtschaftliche Betriebe davon noch gut ein Drittel Vollerwerbsbauern, und die kleineren Betriebe im Zu- oder Nebenerwerb bewirtschaftet, 33 Gastbetriebe mit 745 gewerbliche Betten, weiters 22 nebengewerbliche Betriebe mit 190 Betten, 53 Handwerksbetriebe, 2 Industriebetriebe im Bausektor, 40 Einzel- und 3 Großhandelsbetriebe.

Link zur Partnergemeinde Pfitsch

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