Günther Lang Colbitzer Heidekönig

„Es war ein fantastisches Fest“, schwärmte Laszlo Makay, stellvertretender Bürgermeister der Altdorfer Partnergemeinde Dunaharaszti, der zusammen mit einer Abordnung des Partnerschaftsvereins Altdorf mit den beiden Vorsitzenden Günther Lang und Wolfgang Rösch sowie Bürgermeister Rainer Pohl am diesjährigen Heidefest in der Partnergemeinde Colbitz teilnahm. Die Gäste wurden vom Colbitzer Bürgermeister Heinz Kühnel, den Mitgliedern des Heimat- und Kulturvereins und dem Heidesportverein bestens betreut.

Ein reichhaltiges Programm erwartete die Altdorfer Gäste, die in den neu gestalteten Räumen des Heidesportvereins vorzüglich untergebracht waren: Teilnahme am Fackelzug zum Heidefeuer, gemütliche Abendveranstaltung im Gewölbe der Heidebrauerei mit Vertretern des öffentlichen Lebens der Gemeinde Colbitz, Teilnahme am Bockbieranstich und der Krönung der neuen Heidekönigin am Marktplatz, Besuch der Bockwindmühle, des Heimatmuseums und diverser Ausstellungen.

Am Samstagabend fand der traditionelle Ball in der Sporthalle statt, bei dem der Vorsitzende Günther Lang zum 3. Heidekönig nach Wolfgang Rösch und dem heimischen Bauunternehmer Schindler gekürt wurde. Er wurde von der neuen Heidekönigin Annegret I. mit einem von ihr selbst vorgetragenen Lied inthronisiert und zum ersten Tanz gebeten.

Nach einer langen Ballnacht hatten die Altdorfer Teilnehmer die Gelegenheit, sich auf das Fahrrad zu schwingen und durch den Lindenwald zum Wasserwerk zu fahren, das für die Wasserversorgung der gesamten Region einschließlich Magdeburg verantwortlich ist. Im Forsthaus wurde eine deftige Brotzeit gereicht. Zum Abschluss nahmen die Altdorfer noch an einer Live-Sendung des MDR im Garten des Volkshauses teil. Reich an Eindrücken und dankbar für das schöne Wochenende kehrten die Gäste spät abends nach Altdorf zurück.

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Partnergemeinden waren beim Altstadtfest zu Gast

Beim diesjährigen Altstadtfest waren auch wieder Delegationen der Partnergemeinden in Altdorf. Auf Einladung der Stadt Altdorf hat eine Abordnung aus Dunaharaszti, angeführt vom Bürgermeister Laszlo Szalay, die lange Reise auf sich genommen. Auch die Gemeinde Colbitz war durch ihren Bürgermeister Heinz Kühnel und der letztjährigen Heidekönigin Nadine mit weiteren Colbitzer Freunden gut vertreten.

Der Geschäftsführer der Colbitzer Heidebrauerei Christian August lieferte eigenhändig Colbitzer Bier und weitere Utensilien nach Altdorf, wo dann die Fässer bei den Altstadtfreunden zum Ausschank kamen. Außerdem kann Colbitzer Heidebier ab sofort bei Getränke Münz eingekauft werden.

Die Gemeinde Sehmatal wurde durch den Bürgermeister Udo Ott vertreten, der sich auch für die Kletteraktion zur Eröffnung des Altstadtfestes vom Kirchturm unerschrocken zur Verfügung stellte. Eine Delegation aus Altdorf / Uri war in diesem Jahr nicht anwesend, da unsere Schweizer Freunde nur jedes zweite Jahr zum Altstadtfest anreisen.

Für das Rahmenprogramm und die Betreuung der Gäste zeichnete wie auch schon in den Vorjahren wieder der Partnerschaftsverein verantwortlich.

So wurden am Freitagabend im Biergarten des Graffiti bei einem Mitglieder-Grillabend die Gäste vom 1. Vorsitzenden Günther Lang begrüßt.

Leider spielte das Wetter nicht wie in den Vorjahren mit, was aber dem freundschaftlichen Wiedersehen in keiner Beziehung schadete.

Am Samstag wurde ihnen dann, begleitet von Mitgliedern des Partnerschaftsvereins und in Begleitung des Altdorfer Bürgermeisters Rainer Pohl, die Schönheiten der Fränkischen Schweiz gezeigt. So standen natürlich Gößweinstein und Pottenstein im Besichtigungsprogramm.

Nach einem kräftigenden Mittagessen wurde die Tour mit einer Besichtigung der Teufelshöhle abgeschlossen, weil man ja die Eröffnung des Altstadtfestes um 18.00 Uhr als Zeitlimit hatte.

Trotz des nicht sommerlichen Wetters kühlten aber die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Partnergemeinden keineswegs ab, sondern wurden im Gegenteil für die weitere Vorbereitungen auf kommende Aktivitäten genutzt.

Nach einem abschließendem Mittagessen am Sonntag im Roten Roß verabschiedete der Erste Bürgermeister Rainer Pohl seine Bürgermeisterkollegen und die Gäste.

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Ungarnfahrt vom 20.- 23.Mai 2004

Am 20.05.2004 um 06.00 Uhr starteten wir pünktlich am Altdorfer Bahnhof in Richtung Budapest.
Mit einem Doppeldeckerbus der Fa. Dörfler erreichten wir gg. 17.00 Uhr das Hotel Frankfurt, in dem der Partnerschaftsverein bei Reisen in die Partnergemeinde Dunaharaszti Quatier nimmt. Das Hotel liegt am Rande von Budapest und nur wenige Kilometer von Dunaharaszti entfernt.
Nach einem gemeinsamen Abendessen mit Vertretern des öffentlichen Lebens unserer Partnerstadt verbrachten wir noch einen gemütlichen Abend.
Am Freitag vormittag führte uns Ferenc Drescher durch Budapest und nachmittags waren wir im Schloss des Grafen Karoly zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Graf Karoly ist der Nachkomme des Staatspräsidenten von 1918.
Der späte Nachmittag führte uns in die Puszta zu einer Reitervorführung und in Csarda verbracten wir den Abend.
Den Samstag verbrachten wir in Dunaharaszti folgende Programmpunkte füllten den Tag.

  • Vorführung der Jugendtanzgruppe
  • Gulaszparty bei einer donauschwäbischen Familie mit Kostprobe des berühmten Strudels.
  • Um 18.00 Uhr Lesung einer deutschen Messe in der kath. Kirche, Mitglieder des kath. Kirchenchores Altdorf sangen Schuberts Deutsche Messe.
  • Traditionelles Anschwimmen der Kerzen, was an die Ansiedelung der Donauschwaben erinnern soll.
  • Ausklang des Abends im Festzelt.

Am Sonntag mussten wir leider gegen 09.00 Uhr schon die Rückreise antreten.

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Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit Colbitz

ALTDORF – „Eine echte Partnerschaft muss wachsen. Sie kann nicht am politischen grünen Tisch konstruiert werden und sollte auch nicht mit unrealistischen Erwartungen überfrachtet werden. Letztlich wird eine wirkliche Partnerschaft nur gelingen, wenn sie dauerhaft im Bewusstsein und im Willen der Bürger verankert ist.“ Dies betonte der Altdorfer Bürgermeister Rainer Pohl bei der Besiegelung der Partnerschaft mit der Gemeinde Colbitz bei Magdeburg. Und die Partnerschaft zwischen Colbitz und Altdorf ist gewachsen. Erste Kontakte gehen zurück auf das Jahr 1969, als es einen Briefkontakt zwischen den beiden evangelischen Pfarrämtern gab. 1987 wurde man von Colbitz aus erneut aktiv, es ging um Informationen aus dem Archiv. In beiden Fällen ging es um die Person von Johann Heinrich Schulze, einen gebürtigen Colbitzer, der es in Altdorf zu Ruhm und Ehren brachte.

Johann Heinrich Schulze lebte von 1687 bis 1744 und war einer der letzten Universalgelehrten. Er war Professor und Rektor an der Altdorfer Universität und vor allem dadurch berühmt, dass er 1727 mit der Entdeckung der Lichtempfindlichkeit der Silbernitrate in Altdorf die Grundlagen für die Fotografie schuf. Bürgermeister Rainer Pohl: „Johann Heinrich Schulze ist sozusagen der Grund, dass es überhaupt zu Kontakten zwischen unseren beiden Orten kam. Er ist unser Bindeglied.“

In seiner Festrede in der Stadthalle erinnerte das Altdorfer Stadtoberhaupt an das Jahr 1987, als der Kulturausschuss den einstimmigen Beschluss fasste, Kontakte zu einer Stadt in der DDR zu suchen, mit der historische Verbindungen bestehen und dabei lag es auf der Hand, Kontakte zu Colbitz aufzunehmen.

Dank zollte er Horst Ellenberger, der die neuen Schilder stiftete, die an den Ausfallstraßen nun auch auf die weitere Partnerschaft mit Colbitz hinweisen und die am Sonntag enthüllt wurden.

„Wallenstein“ Geedo Paprotta verlas dann den offiziellen Text der Partnerschaftsurkunde, die dann von den beiden Bürgermeistern unterzeichnet und ausgetauscht wurde.

Der Colbitzer Bürgermeister Heinz Kühnel trug sich zusätzlich in das Goldene Buch der Stadt ein und als Gastgeschenke wechselten die Fahnen der beiden Kommunen die Seiten.

Heidekönigin Nadine I überraschte die Altdorfer damit, dass die Unterzeichnung der Partnerschafts-Urkunde gleichzeitig die Eingemeindung von Altdorf in ihr Reich bedeute.

Sie rief daher ihre neuen Untertanen dazu auf, ihr zu huldigen und zum nächsten Heidefest nach Colbitz zu kommen, um die Krönung ihrer Nachfolgerin mit zu erleben. „Ein Volk folgt seiner Königin“, waren ihre abschließenden Worte.

Viele Altdorfer erfuhren an diesem Abend erstmals, dass es auch einen Heidekönig gibt und der kommt in der Person von Wolfgang Rösch aus Altdorf. Zu der Ehre soll er bei einem Heidefest in Colbitz gekommen sein. Wie? An diesem Abend war es nicht in Erfahrung zu bringen.

Geschenke und Wünsche für das beste Gedeihen der Partnerschaft hatten auch das Vorstandsmitglied des Heimat- und Kulturvereins, Dr. Andrea Kositzki, Heinz Rieke vom Sportverein und Ortsbürgermeister Ralf Ganzer aus Lindhorst sowie Herbert Müller mitgebracht. Letzterer hatte in den historischen Schulze-Unterlagen geblättert und überreichte Kopien. Unter den Gästen des Festaktes in der Stadthalle, den Paul Andersons mit Solisten der städtischen Musikschule umrahmte, sah man Altbürgermeister Kurt Purucker, Vertreterinnen und Vertreter der Banken und Schulen, der Feuerwehr, aus weiteren Vereinen und des Stadtrates mit 2. Bürgermeister Erich Odörfer an der Spitze. Für Unterhaltung sorgten dann Ernst Bergmann und Karin Völkl mit einigen Sketchen. Im Rahmen ihres Aufenthalts erlebten die Gäste aus Colbitz auch die „Lange Nacht“ und die Wallensteinfestspiele. Zum Heidefest erwartet man dann eine Delegation aus Altdorf.

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