Partnergemeinden waren beim Altstadtfest zu Gast

Beim diesjährigen Altstadtfest waren auch wieder Delegationen der Partnergemeinden in Altdorf. Auf Einladung der Stadt Altdorf hat eine Abordnung aus Dunaharaszti, angeführt vom Bürgermeister Laszlo Szalay, die lange Reise auf sich genommen. Auch die Gemeinde Colbitz war durch ihren Bürgermeister Heinz Kühnel und der letztjährigen Heidekönigin Nadine mit weiteren Colbitzer Freunden gut vertreten.

Der Geschäftsführer der Colbitzer Heidebrauerei Christian August lieferte eigenhändig Colbitzer Bier und weitere Utensilien nach Altdorf, wo dann die Fässer bei den Altstadtfreunden zum Ausschank kamen. Außerdem kann Colbitzer Heidebier ab sofort bei Getränke Münz eingekauft werden.

Die Gemeinde Sehmatal wurde durch den Bürgermeister Udo Ott vertreten, der sich auch für die Kletteraktion zur Eröffnung des Altstadtfestes vom Kirchturm unerschrocken zur Verfügung stellte. Eine Delegation aus Altdorf / Uri war in diesem Jahr nicht anwesend, da unsere Schweizer Freunde nur jedes zweite Jahr zum Altstadtfest anreisen.

Für das Rahmenprogramm und die Betreuung der Gäste zeichnete wie auch schon in den Vorjahren wieder der Partnerschaftsverein verantwortlich.

So wurden am Freitagabend im Biergarten des Graffiti bei einem Mitglieder-Grillabend die Gäste vom 1. Vorsitzenden Günther Lang begrüßt.

Leider spielte das Wetter nicht wie in den Vorjahren mit, was aber dem freundschaftlichen Wiedersehen in keiner Beziehung schadete.

Am Samstag wurde ihnen dann, begleitet von Mitgliedern des Partnerschaftsvereins und in Begleitung des Altdorfer Bürgermeisters Rainer Pohl, die Schönheiten der Fränkischen Schweiz gezeigt. So standen natürlich Gößweinstein und Pottenstein im Besichtigungsprogramm.

Nach einem kräftigenden Mittagessen wurde die Tour mit einer Besichtigung der Teufelshöhle abgeschlossen, weil man ja die Eröffnung des Altstadtfestes um 18.00 Uhr als Zeitlimit hatte.

Trotz des nicht sommerlichen Wetters kühlten aber die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Partnergemeinden keineswegs ab, sondern wurden im Gegenteil für die weitere Vorbereitungen auf kommende Aktivitäten genutzt.

Nach einem abschließendem Mittagessen am Sonntag im Roten Roß verabschiedete der Erste Bürgermeister Rainer Pohl seine Bürgermeisterkollegen und die Gäste.

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Ungarnfahrt vom 20.- 23.Mai 2004

Am 20.05.2004 um 06.00 Uhr starteten wir pünktlich am Altdorfer Bahnhof in Richtung Budapest.
Mit einem Doppeldeckerbus der Fa. Dörfler erreichten wir gg. 17.00 Uhr das Hotel Frankfurt, in dem der Partnerschaftsverein bei Reisen in die Partnergemeinde Dunaharaszti Quatier nimmt. Das Hotel liegt am Rande von Budapest und nur wenige Kilometer von Dunaharaszti entfernt.
Nach einem gemeinsamen Abendessen mit Vertretern des öffentlichen Lebens unserer Partnerstadt verbrachten wir noch einen gemütlichen Abend.
Am Freitag vormittag führte uns Ferenc Drescher durch Budapest und nachmittags waren wir im Schloss des Grafen Karoly zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Graf Karoly ist der Nachkomme des Staatspräsidenten von 1918.
Der späte Nachmittag führte uns in die Puszta zu einer Reitervorführung und in Csarda verbracten wir den Abend.
Den Samstag verbrachten wir in Dunaharaszti folgende Programmpunkte füllten den Tag.

  • Vorführung der Jugendtanzgruppe
  • Gulaszparty bei einer donauschwäbischen Familie mit Kostprobe des berühmten Strudels.
  • Um 18.00 Uhr Lesung einer deutschen Messe in der kath. Kirche, Mitglieder des kath. Kirchenchores Altdorf sangen Schuberts Deutsche Messe.
  • Traditionelles Anschwimmen der Kerzen, was an die Ansiedelung der Donauschwaben erinnern soll.
  • Ausklang des Abends im Festzelt.

Am Sonntag mussten wir leider gegen 09.00 Uhr schon die Rückreise antreten.

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Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit Colbitz

ALTDORF – „Eine echte Partnerschaft muss wachsen. Sie kann nicht am politischen grünen Tisch konstruiert werden und sollte auch nicht mit unrealistischen Erwartungen überfrachtet werden. Letztlich wird eine wirkliche Partnerschaft nur gelingen, wenn sie dauerhaft im Bewusstsein und im Willen der Bürger verankert ist.“ Dies betonte der Altdorfer Bürgermeister Rainer Pohl bei der Besiegelung der Partnerschaft mit der Gemeinde Colbitz bei Magdeburg. Und die Partnerschaft zwischen Colbitz und Altdorf ist gewachsen. Erste Kontakte gehen zurück auf das Jahr 1969, als es einen Briefkontakt zwischen den beiden evangelischen Pfarrämtern gab. 1987 wurde man von Colbitz aus erneut aktiv, es ging um Informationen aus dem Archiv. In beiden Fällen ging es um die Person von Johann Heinrich Schulze, einen gebürtigen Colbitzer, der es in Altdorf zu Ruhm und Ehren brachte.

Johann Heinrich Schulze lebte von 1687 bis 1744 und war einer der letzten Universalgelehrten. Er war Professor und Rektor an der Altdorfer Universität und vor allem dadurch berühmt, dass er 1727 mit der Entdeckung der Lichtempfindlichkeit der Silbernitrate in Altdorf die Grundlagen für die Fotografie schuf. Bürgermeister Rainer Pohl: „Johann Heinrich Schulze ist sozusagen der Grund, dass es überhaupt zu Kontakten zwischen unseren beiden Orten kam. Er ist unser Bindeglied.“

In seiner Festrede in der Stadthalle erinnerte das Altdorfer Stadtoberhaupt an das Jahr 1987, als der Kulturausschuss den einstimmigen Beschluss fasste, Kontakte zu einer Stadt in der DDR zu suchen, mit der historische Verbindungen bestehen und dabei lag es auf der Hand, Kontakte zu Colbitz aufzunehmen.

Dank zollte er Horst Ellenberger, der die neuen Schilder stiftete, die an den Ausfallstraßen nun auch auf die weitere Partnerschaft mit Colbitz hinweisen und die am Sonntag enthüllt wurden.

„Wallenstein“ Geedo Paprotta verlas dann den offiziellen Text der Partnerschaftsurkunde, die dann von den beiden Bürgermeistern unterzeichnet und ausgetauscht wurde.

Der Colbitzer Bürgermeister Heinz Kühnel trug sich zusätzlich in das Goldene Buch der Stadt ein und als Gastgeschenke wechselten die Fahnen der beiden Kommunen die Seiten.

Heidekönigin Nadine I überraschte die Altdorfer damit, dass die Unterzeichnung der Partnerschafts-Urkunde gleichzeitig die Eingemeindung von Altdorf in ihr Reich bedeute.

Sie rief daher ihre neuen Untertanen dazu auf, ihr zu huldigen und zum nächsten Heidefest nach Colbitz zu kommen, um die Krönung ihrer Nachfolgerin mit zu erleben. „Ein Volk folgt seiner Königin“, waren ihre abschließenden Worte.

Viele Altdorfer erfuhren an diesem Abend erstmals, dass es auch einen Heidekönig gibt und der kommt in der Person von Wolfgang Rösch aus Altdorf. Zu der Ehre soll er bei einem Heidefest in Colbitz gekommen sein. Wie? An diesem Abend war es nicht in Erfahrung zu bringen.

Geschenke und Wünsche für das beste Gedeihen der Partnerschaft hatten auch das Vorstandsmitglied des Heimat- und Kulturvereins, Dr. Andrea Kositzki, Heinz Rieke vom Sportverein und Ortsbürgermeister Ralf Ganzer aus Lindhorst sowie Herbert Müller mitgebracht. Letzterer hatte in den historischen Schulze-Unterlagen geblättert und überreichte Kopien. Unter den Gästen des Festaktes in der Stadthalle, den Paul Andersons mit Solisten der städtischen Musikschule umrahmte, sah man Altbürgermeister Kurt Purucker, Vertreterinnen und Vertreter der Banken und Schulen, der Feuerwehr, aus weiteren Vereinen und des Stadtrates mit 2. Bürgermeister Erich Odörfer an der Spitze. Für Unterhaltung sorgten dann Ernst Bergmann und Karin Völkl mit einigen Sketchen. Im Rahmen ihres Aufenthalts erlebten die Gäste aus Colbitz auch die „Lange Nacht“ und die Wallensteinfestspiele. Zum Heidefest erwartet man dann eine Delegation aus Altdorf.

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Menschen eingebunden

ALTDORF – „Die Partnerschaft zwischen Altdorf und Dunaharaszti läuft nicht nur auf der politischen Schiene, sondern bindet auch die Menschen ein.“ Dies betonte der Bürgermeister von Dunaharaszti, Dr. Làszlò Szalay, beim Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Verbindung zwischen den beiden Kommunen. Die Ungarn erlebten bei ihrem Besuch auch die Wallensteinfestspiele, und trotz der sprachlichen Barrieren war man vom Flair beeindruckt.

Dr. Làszlò Szalay machte deutlich, dass er bei all seinen Besuchen in Altdorf festgestellt habe, dass die Bevölkerung sehr regen Anteil nimmt. Von jeder Reise sei er mit einem noch besseren Eindruck zurückgekehrt und so werde es auch dieses Mal sein. Er zeigte sich überzeugt, dass eine solche Verbindung in erster Linie zwischen den Menschen gepflegt werden muss. „Nur wenn man sich gegenseitig öffnet, kann man sich besser verstehen.“ Er wünschte sich auch für die Zukunft viele neue Begegnungen und neue Freundschaften. Die Partnerschaft weiter zu vertiefen und im Sinne der Gründer fortzusetzen, sei sein Bestreben. Namentlich nannte er dabei die Bürgermeister, die die Partnerschaft begründeten, Friedrich Weißkopf und Gustaw Luttenberger. In den Dank an „alle, die die Idee tragen“, schloss er auch Bürgermeister Rainer Pohl und den Partnerschaftsverein mit seinem Vorsitzenden Günther Lang ein.

Als Gastgeschenk hatte er Münzen und einen Korb mit ungarischen Spezialitäten mitgebracht. Bürgermeister Rainer Pohl, der neben den Ungarn auch Gäste aus dem Sehmatal und Altdorf/Uri begrüßte, erinnerte daran, dass die freundschaftlichen Bande zwischen den beiden Kommunen schon länger bestehen als die offizielle Partnerschaft. Mit wegbereitend wären die Schulen gewesen. Bürgermeister Weißkopf habe dann im November 1991 die erste Einladung ausgesprochen und von diesem Zeitpunkt an habe es einen regen Austausch gegeben. Beeindruckend sei für die Altdorfer von Anfang an die herzliche Gastfreundschaft gewesen, die man in Dunaharaszti stets spüren konnte. 1993 wurde die Partnerschaft dann offiziell besiegelt. Damit habe man ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen. Nun galt es, den gesteckten Zielen und Erwartungen gerecht zu werden und vor allem die nunmehr besiegelte Partnerschaft mit Leben zu erfüllen.

Allen war klar, dass dies nur gelingen werde, wenn die Partnerschaft nicht nur von der politischen Seite, sondern von der ganzen Bevölkerung getragen werde. Rückblickend könne man sagen, dass dies gelungen sei. Die Kontakte würden zwischenzeitlich zahlreiche Ebenen einbeziehen. Pohl wörtlich: „Dunaharaszti ist für uns ein Ort geworden, wo Freunde zu Hause sind.“ Für die Zukunft wünschte er sich einen weiteren Ausbau der Partnerschaft, „denn die Möglichkeiten des Miteinanders wären noch lange nicht ausgeschöpft.“ Er zeigte sich dankbar, dass der Partnerschaftsverein immer wieder die Initiative ergreife, gemeinsame Begegnungen organisiere und immer neue Leute für die Partnerschaftsarbeit begeistere.

Er dankte in diesem Zusammenhang allen, die sich für die Partnerschaft in beiden Gemeinden in besonderer Weise engagieren und zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht haben. Als Erinnerungsgeschenk überreichte er an den Bürgermeister von Dunaharaszti einen alten Altdorfer Stich.

Für den Partnerschaftsverein, der die Gäste aus Ungarn während des Aufenthalts in Altdorf betreute, würdigte Vorsitzender Günther Lang die guten Kontakte und Verbindungen. Dankbar sollte man vor allem denen sein, die in Altdorf und in Dunaharaszti auf vielfältige Art und Weise dazu beitragen, dass diese Partnerschaft mit Leben erfüllt ist. „Sportvereine, Feuerwehr, Kirchen, Schulen, Chöre, Jugendtanzgruppen und viele Privatpersonen haben dem zarten Pflänzchen Partnerschaft zu einem kräftigen Wachstum verholfen. Dank sagte er den Verantwortlichen in Dunaharaszti für die stets erfahrene Gastfreundschaft. „Man hat gespürt, dass sie von Herzen kommt. Er wünschte sich, dass das Verhältnis so bleibe und sich die Verbindungen auf allen Ebenen noch weiter vertiefen. Der Partnerschaftsverein leiste dazu gerne seinen Beitrag.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt in der FC-Sportgaststätte von der Hauptschulband unter Leitung von Walter Hruby. L.M.

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