Colbitzer Heidefest 2012

Partnerschaftsverein Altdorf beim Heidefest in Colbitz

Die lange Anreise zur Partnergemeinde Colbitz in Sachsen-Anhalt hatte sich gelohnt: Die Altdorfer Delegation unter der Führung des Stv. Vorsitzenden Wolfgang Rösch wurde durch den Bürgermeister der Gemeinde, Heinz Kühnel und seiner Frau Karin herzlich mit Kaffee und Kuchen begrüßt. Die Gäste durften am Fackelumzug zum Heidefestfeuer nach Lindhorst, der Nachbargemeinde von Colbitz teilnehmen und wurden anschließend ins Vereinsheim des HSV (Heidesportverein) zum Empfang geladen. Neben mehreren Vertretern des Gemeinderates nahm auch das Pfarrerehepaar Kerntopf in lockerer Runde teil.

Den Höhepunkt am darauf folgenden Samstag bildete die Eröffnung des Heidefestes (Colbitz-Letzlinger Heide) mit dem traditionellen Bockbieranstich, einem leckeren, aber gefährlichen, weil hochprozentigem Tropfen aus der Colbitzer Heidebrauerei. Inzwischen war auch Altdorfs zweiter Bürgermeister Dr. Herzog mit Familie eingetroffen. Am Nachmittag ging es per Pferdekutsche zum Mahl- und Backtag an der historischen Bockwindmühle. Der Sonntagvormittag wurde vom Gemeinderat Herbert Bilang gestaltet. Der Historiker und Ornithologe führte die Gruppe durch die Ausstellungen im historischen Colbitzer Museumshof, einem ehemaligen bäuerlichen Gutshof. Als sein Glanzstück zeigte er die einzigartige Sammlung von Motiven und Objekten rund um die „Vögel der Nacht“, die Eulen und Uhu´s. Da gibt es ausgestopfte Objekte, Figuren und Bilder, Motive auf Tassen und Servietten, Zeitungsausschnitte, Briefmarken und Aschenbecher, Zigarrenmanschetten und Zuckerverpackungen – einfach alles, was mit Eulen zu tun hat, bis hin zu mehreren Büchlein über Till Eulenspiegel.

Die jährliche stattfindende Krönungszeremonie der neuen Heidekönigin im Volkshausgarten im Beisein früherer Colbitzer Königinnen und den Majestäten benachbarter Gemeinden bildete den Höhepunkt des Heide- und Bockbierfestes 2012.

 

 

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Vertreter der Partnergemeinden bei den Wallensteinfestspielen

Gäste aus Partnergemeinden in Altdorf

Wallenstein führt Partner zusammen

Von: Lorenz Märtl / Der Bote

Alle Gäste vereint im Zeichen Wallensteins: die Abordnungenaus dem Partnergemeinden Colbitz, Sehmatal, Pfitsch, Altdorf/Uri und Dunaharaszti vor dem Rathaus (großes Bild). –Angetreten zum „Präsidenten-Foto“ mit Königin: Gemeinderat Lorenz (Sehmatal), Ernst Bergmann (Wallensteinfestspielverein), Gemeindepräsidentin Christine Widmer Baumann (Altdorf/Uri), Bürgermeister Heinz Kühnel (Colbitz), Bürgermeister Erich Odörfer (Altdorf), Heidekönigin Katja Wölfel, Bürgermeister Dr. László Szalay (Dunaharaszti), Partnerschaftsvereinsvorsitzender Grimm und Vize-Bürgermeisterin Renate Ainhauser (Pfitsch).(eingeklinktes Bild).Fotos: Lorenz Märtl

ALTDORF – Sollten sie es bisher nur vom Hörensagen gekannt haben, zumindest am Samstag erlebten die Gäste aus den Partnergemeinden das sprichwörtliche Wallensteinwetter am eigenen Leib. Altdorf und die Wallensteiner strahlten mit der Sonne um die Wette und hatten sich so bestens vorbereitet, um den Angereisten unvergessliche Stunden zu bereiten.

Bereits am Freitag hatte man im lauschigen Biergarten des Nürnberger Hofes bis in den späten Abend hinein Zeit zu angeregten Gesprächen, nachdem Bürgermeister Erich Odörfer die Abordnungen aus Colbitz, Sehmatal, Altdorf/Uri, Pfitsch und Dunaharaszti herzlich begrüßt und seiner Freude Ausdruck gegeben hatte, dass es wieder einmal gelungen sei, alle Partner gemeinsam in Altdorf zu versammeln, im Zeichen Wallensteins, den der Schirmherr zur Eröffnung als einen großen Europäer bezeichnet hatte.

Bewusst hatte man dieses Mal auf ein prall gefülltes Programm verzichtet. Einzig und allein Wallenstein und was an einem Festwochenende los ist, sollte den Gästen vor Augen geführt werden. So erlebten sie auch am Samstag, was eigentlich für Vorbereitungen notwendig sind, damit das bunte Treiben die Atmosphäre erzeugt, die Altdorf so einmalig macht.

Im Mittelpunkt stand am Samstag eine historische Stadtführung, zu der man angesichts der Vielzahl der Besucher – knapp 80 – zwei Gruppen bildete. Dass die Führer im historischen Gewand aufmarschierten, versteht sich von selbst, und so waren Führer und Gäste beliebte Fotomotive fürs Erinnerungsalbum. Viel fotografiert auch eine leibhaftige Königin und dazu eine besonders hübsche: Heidekönigin Katja Wölfel mit Krönchen und Schärpe und einem Körbchen voller Prospekte über das eigene Fest auf der Colbitz-Letzlinger Heide, dessen Einmaligkeit viele Altdorfer schon erlebt haben.

Am Abend war man Gast in der Premiere des Schiller-Stücks und saß anschließend mitden Schauspielern und den Gastgebern in gemütlicher Runde auf dem Marktplatz zusammen und genoss die herrliche Stimmung des Abends. Den Sonntag nützten die Besucher – so weit es das Wetter zuließ – sich unter das Volk zu mischen, das Leben und Treiben innerhalb und außerhalb der Stadttore zu erleben und den alten Handwerkskünsten im Handwerkerhof auf dem Schlossplatz nachzuspüren. Auch zum Mittagessen ging man mit den Gruppen auf Tuchfühlung, denn Stadt, Wallensteinfestspielverein und Partnerschaftsverein hatten für die richtige Aufteilung gesorgt. Den Gästen gefiel es, denn so fanden sie den direkten Kontakt zu den Akteuren. Für alle verging die Zeit viel zu schnell, und ehe man sich versah, musste man entweder in die geplante Vorstellung des Festspiels oder nahm sich vor der Abreise noch die Zeit, den Festzug zu erleben. Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgten die Altdorfer aus der Schweiz das Treiben, denn auch dort finden Festspiele statt. Der Held heisst Wilhelm Tell, und auch hier hat Schiller die Vorlage gegeben.

Die Altdorfer werden zum Festspiel mit einer Abordnung anreisen und dann entspannt verfolgen können wie die Altdorfer ihre Tell-Festspiele meistern.

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Gäste aus den Partnergemeinden bei Wallenstein

Am Wochenende, vom Freitag, den 29. 06. bis Sonntag, den 01. 07. 2012 erwarten wir wieder Gäste aus unserer Partnerstadt Dunaharszti und aus Altdorf / Uri. Der Partnerschaftsverein und die Stadt Altdorf werden sich während des Aufenthaltes um die Gäste kümmern.

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Johann Heinrich Schulzes Geburtstag!

Am 12. Mai 1687 wurde Johann Heinrich Schulze in Colbitz geboren. Am 12. Mai 2012 jährt sich also sein Geburtstag zum 325igsten Mal. Die Gemeinde Colbitz nimmt dies zum Anlass für eine Festveranstaltung und hat dazu Vertreter der Partnerstadt Altdorf eingeladen. Der 1. Bürgermeister Erich Odörfer und eine Delegation des Partnerschaftsvereines werden daran teilnehmen.

Johann Heinrich Schulze (1687 – 1744) war einer der letzten Universalgelehrten seiner Zeit. Er lehrte an der Universität in Altdorf und Halle. Schulze war Begründer der Medizingeschichte. Die Arabisten und Gräzisten sehen noch heute in Schulze einen ihrer ersten profilierten Vertreter; die Numismatik rechnet ihn zu den Begründern dieser Disziplin. Auch durch die Entdeckung der Lichtempfindlichkeit der Silbersalze hat Schulze auch Bedeutung für die Vorgeschichte der Fotografie. Er starb am 10. Oktober 1744 in Halle.

Universal Gelehrter, wirkte in Altdorf und Halle

 

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